Chinesisches Raumfahrt-Kalibrier-Institut wählt THYRACONT Vacuum Instruments als Partner

Hierzulande weitgehend unbemerkt verfolgt die chinesische Raumfahrt ehrgeizige Ziele.

Kurz bevor steht auch der Start des ersten von mehr als 300 erdnahen LEO-Satelliten, die mobile Kommunikation übernehmen werden. Da ein ähnliches Projekt einer privaten US-Firma ansteht, verwundert es schon, dass in bayrischen Landen 80 Millionen Steuer-Euro für veraltete und ungeliebte Mobilfunkmasten abgelegenen Kommunen aufgedrängt werden zum Füllen weniger letzter Funklöcher.

Die bemannte Raumfahrt in China begann mit dem ersten „Taikonauten“ Yang Liwei im Jahr 2003. China wollte sich an der internationalen Raumstation beteiligen, was ein Veto der USA verhinderte. Also brachte man bereits 2011 mit Tiangong-1 und 2013 mit Shenzhou-10 eine eigene Station in Umlauf. Eine neue erheblich größere Station soll in 2020 komplettiert sein. Taikonaut Chen Dong hofft “in naher Zukunft” auf einen gemeinsamen Flug mit europäischen Raumfahrern, z. B. mit dem Deutschen Matthias Maurer (“Ich vertraue der chinesischen Technik. Ich würde jederzeit mit ihnen fliegen”, so sein Zitat aus „Spiegel online“).

Die chinesische Raumfahrt-Forschung ist gebündelt in der „China Academy of Space Technology“ (CAST). Daran angehängt sind Tochter-Institute wie das „Beijing Engineering Research Center of Vacuum Metrology“. Der Direktor dieses Institutes, Professor PhD Lu Yaowen, besuchte im Vorjahr den wissenschaftlichen Kongress  IVNC an der OTH Regensburg, dem Hochschul-Forschungs-Partner von THYRACONT. Die dort ausgestellten Sensoren und Transmitter aus Passau lösten spontan bei dem Instituts-Direktor großes Interesse aus. Es folgte eine Einladung für den Geschäftsführenden Gesellschafter von THYRACONT, Dipl.-Ing. Heinz Plöchinger, an den Sitz der Institute in Peking.

Nach dem chinesischen Neujahrsfest besuchte H. Plöchinger kürzlich die Laboratorien des Institutes mit mehr als 400 Mitarbeitern und das Raumfahrt-Zentrum im Norden der Hauptstadt. Sämtliche für die Reise ins All vorgesehenen Teile müssen in großen Anlagen auf Weltraum-Vakuum getestet werden.  Das Institut übernimmt aber auch Kalibrier-Aufgaben für Vakuum-Anwendungen in sämtlichen Industrie-Bereichen, wie z. B. Halbleiter- und Solarpanel-Herstellung und Beschichtungs-Technologien. Den krönenden Abschluss der Visite bildete die feierliche Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen dem „BOIMT“ und THYRACONT Vacuum Instruments. Inzwischen liegt bereits ein erster Auftrag zur Messtechnik-Neuausrüstung von Instituts-Laboratorien vor.